ACHTUNG✘ Exporo Crowdinvest- Stiftung Warentest warnt vor…

Nur ein kleines Budget und trotzdem Lust in ein Projekt zu investieren? Es ist immer mehr die Rede von Crowdfunding Finanzierungsprojekten. Seit einigen Jahren werden diese Gruppenfinzierungen auch in Deutschland immer gefragter. Auch die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat sich verschiedene Crowdfundings-Unternehmen angesehen – dabei war auch Exporo.

Die Firma wirbt damit, dass man bereits mit 500 Euro einsteigen könnte und sich trotzdem an lukrativen Immobiliendeals beteiligen könnte. Die Registrierung ist zudem auch noch gebührenfrei. Doch kann das wirklich sein? Was sagen Kunden zu dem Immobilieninvestment-Unternehmen? Wir hoch ist die Gefahr des Totalverlustes? Wir haben uns Exporo genauer angesehen…

Was ist Exporo?

Exporo ist ein Unternehmen, welches im Jahr 2014 als kleines Start-up von Simon Brunke, Dr. Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen als Online-Plattform gegründet wurde. Im April 2015 hatten sie bereits – 14 Wochen nach der Gründung – ein Funding-Volumen von über neun Millionen Euro zusammen.

Das erste große Immobilien-Projekt „Feldbrunnenstraße“ erreichte zu diesem Zeitpunkt die zweit-größte Immoblien-Gruppenfinanzierung mit 2,1 Millionen Euro Crowdfunding-Volumen von insgesamt 440 Investoren. Die Exporo Aktiengesellschaft hat einen guten Aktienkurs und das renommierte Lufthansa Programm „Miles and More“ als Partner. Erst vor kurzem gab es einen Millioneninvest in dieses Unternehmen, welches seinen Firmensitz in der Hamburger HafenCity hat.

Auf der Webseite können interessierte Anleger und Internetuser sehen, dass über 120 Mitarbeiter für die Immobiliengesellschaft tätig sind. Laut eigenen Angaben des Unternehmens ist Exporo eine der führenden Plattformen für digitale Immobilieninvestments.

Das ist NEU: Ab 500 EUR als Immobilieninvestor dabei…

Exporo wirbt auf seiner Homepage damit, dass das „Tor zur Welt des Immobilienmarktes“ geöffnet werde – auch mit einer geringen Mindestanlage. Zudem würden Anleger selbst entscheiden, in welches Projekt sie investieren möchten. Sie bekämen attraktive Zinsen und hätten immer eine hohe Transparenz. Diese Plattform zum Investieren in Immobilien möchte Verbraucher mit einem kleinen Budget anwerben.

Mit Kleinstbeträgen (ab 500 Euro) könnte man eine Geldanlage tätigen. Zudem bietet Exporo, dass man sich nicht langfristig am Crowdfunding beteiligen müsse. Es sei möglich, Verträge mit kurzen Laufzeiten (beispielsweise 12 Monaten) abzuschließen. Bei unseren Recherchen zu Schwarmfinanzierungs-Projekten müssen wir feststellen, dass diese geringe Dauer einer Investierung sonst kaum von einem anderen Unternehmen angeboten wird.

Seriöse Zeitung „Zeit“ im Interview: „Wir wollen das Amazon für Immobilien werden!“

Der Gründer Simon Brunke sagte in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, dass das Ziel von Exporo sei, dass das Unternehmen „das Amazon für Immobilien“ werden möchte. ¹

Das ist eine hohe Messlatte, doch die Zahlen des ursprünglich kleinen Start-ups sprechen für sich. Brunke hat Betriebswirtschaft studiert. Er betont aber auch, dass er nicht an exklusiven Business-Hochschulen war oder in renommierten Wirtschaftsberatungsunternehmen gearbeitet habe.

Doch er hatte die Idee, dass auch Kleinanleger die Möglichkeit haben sollen in große Projekte zu investieren. Ein Freund, der mit dem Internet und Online-Business firm ist, sei sein Partner geworden. Es wurde eine simple Anzeige im Internet geschaltet: „Einfach & direkt investieren – 6 % Zinsen, 2 Jahre Laufzeit.“ Das neue Geschäftsmodell konnte bald starten, denn bereits nach sechs Monaten hatten sie das Geld für das Start-up zusammen.

ACHTUNG: Stiftung Warentest im Exporo Finanztest warnt…

Die Verbraucherschutzorganisation Stiftung Warentest hat 22 Crowdfunding Plattenformen unter die Lupe genommen. Eine davon ist auch Exporo. Bei Crowdfunding handelt es sich um eine Schwarm- oder auch Gruppenfinanzierung, mit der aus kleinen Geldbeträgen etwas Neues und Großes geschaffen werden soll. Dabei kann es sich um Projekte verschiedenster Art handeln – von der Idee einen Film umzusetzen bis zu milliardenschweren Bauvorhaben. Diese Methode der Geldbeschaffung für neue Investitionen ist in Deutschland seit 2011 bekannt.

Beim Finanztest im Jahr 2017 wurden Konditionen, Auswahlkriterien und Erfolge der Crowdfunding Plattformen genauer betrachtet. Stiftung Warentest schreibt, dass eine Überprüfung von Exporo nicht ganz einfach gewesen sei, denn es drohte ein Zahlungsverzug. ² Quelle Stiftung Warentest – Stephanplatz in Verzug, 19.02.2019.

Das bedeutet, dass es zunächst danach aussah, dass das Unternehmen nicht pünktlich und vollständig seine Rückzahlungen an die Anleger begleichen konnte. Jedoch erfolgte dies doch noch. Dies zeigt aber auch deutlich, dass solche Investitionen mit nicht abwägbaren Gefahren und Risiken verbunden sind.

Wie funktioniert Exporo im Detail?

Verbraucher, die sich für ein Crowdfunding bei Exporo interessieren, sollten zunächst wissen, dass es zwei verschiedene Arten gibt zu investieren. Wer nur ein Budget in Höhe von 500 Euro zur Verfügung hat, der kann an einer Exporo Finanzierung für beispielsweise neuen Wohnungsgebäuden oder sanierten Gewerbeobjekten für eine bestimmte Laufzeit teilnehmen. Dabei beteiligt sich der Kleinanleger an geprüften Immobilienprojekten. Meist ist diese Beteiligung kurzfristig angelegt und beinhaltet eine feste Verzinsung an Rendite.

Es besteht auch die Möglichkeit sich an Bestandsimmobilien zu beteiligen. Dafür ist ein Mindestkapital von 1.000 Euro notwendig. Bei Exporo Bestand würde eine quartalsweise Ausschüttung aus Mitüberschüssen sowie eine Wertsteigerung erfolgen. Die Anleger werden wie Eigentümer der Immobilien angesehen.

Um in diese Crowdfunding Projekte zu investieren, muss man sich zunächst bei dem Unternehmen online registrieren. Dies erfolgt ohne Gebühren. Anschließend haben die Kunden dann einen Zugang zum Exporo Login für weitere Informationen zu den Immobilienprojekten. Diese wurden von dem Team zusammengestellt. Anleger können sich dann das gewünschte Bauprojekt aussuchen, in welches sie investieren möchten. Im Video des Unternehmens wird der Ablauf der Anmeldung und den Angeboten anschaulich erklärt.

So komme ich zu meinem Gewinn!

Je nach vereinbarter Laufzeit der Investition erfolgt dann auch die Auszahlung zum vereinbarten Zeitpunkt. Das Kapitel, welches von den Anlegern zur Verfügung gestellt wird, ist ein sogenanntes Nachrangdarlehen. Dieses wird am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Wann Investoren ihre Zinsen bekommen, ist abhängig von der Art des Immobilienprojekts.
Bei Exporo Bestand erfolgt eine Zinsauszahlung quartalsweise beziehungsweise jährlich.

Beim Exporo Finanzierungsmodell verhält es sich anders, denn hier wird in einen Neubau oder einem Sanierungsprojekt investiert. Dort bekommt man die Zinsen zusammen mit dem Investitionskapital am Ende der Laufzeit ausbezahlt.
Während der Laufzeit kann man bei Crowfunding Investments normalerweise nicht über das Geld selbst verfügen. Dies ist aber üblich bei diesen Finanzierungsmodellen.

Fakten zu Exporo Crowdinvesting!

Bei unseren Recherchen zu Exporo haben wir uns Details zu dem Unternehmen und dessen Geschäftsmodell genauer angesehen. Wir haben uns Pros und Cons hinsichtlich Anlage, Beiträge, Verzinsung und Rendite der Crowdfunding Plattform angesehen.

Die Vorteile der Online-Immobilien-Plattform sind:
Einstieg von Immobilien-Investments ab 500 Euro möglich
keine Gebühren bei der Registrierung und Nutzung von Exporo
attraktive Verzinsung
Reduzierung des Risikos durch Diversifikation
Anleger können das Projekt, in welches sie investieren möchten, selbst auswählen
Kundenservice per Telefon und Live-Chat

Die Nachteile von Exporo sind:
x hohes Investment-Risiko, da Totalverlust des eingesetzten Vermögens möglich
x Finanzierungsinstrument ist ein Nachrangdarlehen
x Informationen des Unternehmens können für manche Privatanleger nicht ausreichend sein

KUNDEN PACKEN AUS: Exporo Erfahrungen im Crowdinvestment!

Bei unseren Nachforschungen zu Exporo haben wir uns authentische Erfahrungsberichte von neutralen Anlegern ansehen. Auf diversen und unabhängigen Internetseiten konnten wir Kundenmeinungen zu dem Unternehmen und dem Geschäftsmodell entdecken. Zunächst können wir feststellen, dass die Bewerter alle positiv über die einfache und unkomplizierte Registrierung bei Exporo berichten. Zudem wird auch gelobt, dass keine Kosten und Gebühren anfallen. Der Nutzer pinguin2010 beschreibt seine Registrierung.

Für die meisten Kleinanleger, die in den Foren und Webseiten ihre Rezession schreiben, sind es die ersten Erfahrungen mit Crowdfunding. Ebenso können wir nachlesen, dass sie mit verschiedenen Zahlungsmethoden wie Überweisung oder Lastschrift ihre Investition tätigen können. Auch mit der Auszahlung der Zinsen oder Rendite hätte es keine Probleme gegeben. Der Kundensupport wird ebenfalls gelobt. Die Legitimation sei problemlos.

Als Kritikpunkt unter den vielen Bewertungen können wir entdecken, dass das hohe Verlustrisiko der Anleger kritisiert wird. Denn der Geldgeber trage 100 Prozent Investitionsrisiko, während Exporo 50 Prozent der Zinsen einnehme und kaum ein Risiko trage. Nach Angaben von einigen Kunden wäre dies ein starker Mangel, welcher nicht explizit in dem Anlage-Exposé erwähnt wäre. Man könnte dies nur im Kleingedruckten des Vertrages entnehmen. Hier sei die Transparenz für den Anleger nicht ausreichend.

EXPERTEN WARNEN: Dann verlieren Sie Ihr Geld…

Die Verbraucherzentrale Bremen warnt die Anleger vor gewissen Crowdfundings, denn es müsse immer mit einem Totalausfall gerechnet werden. Dies sei aber nicht nur bei Exporo der Fall, sondern bei jedem anderen Crowdfunding Finanzierungsunternehmen ebenfalls möglich. Auch das Unternehmen Exporo weist selbst mehrmals auf seiner Webseite daraufhin, dass der Erwerb von Vermögensanlagen oder Wertpapieren immer mit einem erhöhtem Risiko verbunden sei und es sogar zu einem vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens kommen könne.

Gibt es eine Exporo Alternative?

Crowdfunding Finanzierungsmodelle sind immer mit Risiken und sogar einem Totalverlust des eingesetzten Vermögens verbunden. Dies ist ein relevanter Kritikpunkt auch an Exporo. Doch mittlerweile kann man viele andere Immobilieninvestment-Unternehmen finden, die sich auch Schwarmfinanzierungen bedienen. Dazu gehört auch das bekannte Unternehmen Engel und Völckers. Dieser hanseatische Immobilienmakler, der weltweit operiert, hat vor zwei Jahren begonnen dieses Geschäftsmodell aufzugreifen.

Fazit

Bei unserer Recherche müssen wir feststellen, dass der Immobilienmarkt und Investitionsgeschäfte immer mit Risiken verbunden sind. Zudem gibt es in dieser Branche auch schwarze Schafe. Jedoch scheint sich das Crowdinvestment etabliert zu haben. Als positiven Punkt bei Exporo muss man hervorheben, dass bei der Registrierung keine Kosten anfallen. Anleger, die nur ein kleines Budget zur Verfügung haben, haben hier die Möglichkeit das Immobilienbusiness kennenzulernen und darin in verschiedene Projekte zu investieren.

Eine Rendite, die mit bis zu sechs Prozent in Aussicht gestellt wird, klingt für die Kunden attraktiv. Diese müssen jedoch eigenständig nach dem gewünschten Projekt schauen, denn Exporo sieht sich nicht als Beratungsunternehmen. Auch wenn das Risiko – wie bei anderen Ankäufen von Wertpapieren oder Investionen in Projekten – für den Anleger und Geldgeber recht hoch ist, so können wir bei Exporo keine Betrug- oder Abzockemaschen feststellen.


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